Bosch-Granulatdrucker für additive Fertigung im Einsatz bei ZIKO Technik

Additive Fertigung & 3D-Druck

Bauteile aus Hochleistungs- und Fluorkunststoffen – von der Kleinserie bis zum Prototyp, aus Eisingen bei Pforzheim.

Bei ZIKO Technik fertigen wir Bauteile aus Hochleistungs- und Fluorkunststoffen – vom Prototyp und Ersatzteil bis zur Klein- und Serienfertigung, im Granulat- und im Filamentverfahren. Als Anbieter für industriellen 3D-Druck im Enzkreis arbeiten wir für Kunden in Pforzheim, der Region Stuttgart und darüber hinaus.

Dazu zählen Werkstoffe, die im 3D-Druck nur wenige Dienstleister anbieten: PEEK CF30, PEI 9085, PSU, PVDF (Kynar), PPS-GF40, PARA-GF50 oder das wolframgefüllte PA-W.

2Verfahren: Granulat und Filament
500 × 400 × 450mm größter Bauraum
bis 440 °CDüsentemperatur für Hochtemperaturfilamente
über 30Kunststoffe in unserer Materialdatenbank →

Zwei Verfahren – für jede Aufgabe das passende

Welches Verfahren sich eignet, hängt vor allem vom Werkstoff und von der Bauteilgröße ab. Wir wählen es gemeinsam mit Ihnen aus.

Granulatdruck

Bosch Pellet Printer

  • Bauraum bis 420 × 420 × 420 mm
  • Verarbeitet Spritzguss- und Compoundgranulat direkt – ohne den Umweg über Filament
  • Spezialität: hochgefüllte Compounds (z. B. mit Wolfram oder 50 % Glasfaser), äußerst weiche Elastomere wie TPE mit Shore-00-Härte und Sondercompounds – Werkstoffe, die sich als Filament kaum verarbeiten lassen
  • Auch Hochleistungskunststoffe wie PPS-GF40 und PARA-GF50
  • Wirtschaftlich für größere Bauteile und Kleinserien

Typisch: Vorrichtungen, Gehäuse und Halterungen aus glasfaserverstärkten Polyamiden, PPS oder Polypropylen, dazu weiche Dicht- und Dämpfungselemente aus TPE und Ausgleichsmassen aus wolframgefülltem PA-W.

Filamentdruck

InnovatiQ TiQ8

  • Bauraum bis 500 × 400 × 450 mm
  • Düse bis 440 °C, beheizter Bauraum bis 165 °C
  • Spezialität: ungefüllte, hochkristalline Kunststoffe wie POM und PVDF
  • Dazu Hochtemperaturwerkstoffe wie PEEK, PEI und PSU

Typisch: detailreiche Funktionsbauteile – etwa Zahnräder und Gleitelemente aus POM, Teile mit Kontakt zu aggressiven Medien aus PVDF oder Bauteile, die hohen Temperaturen standhalten müssen.

Technische Daten beider Anlagen →

Wann sich 3D-Druck lohnt

Additive Fertigung ersetzt nicht jedes klassische Verfahren – aber in diesen Fällen spielt sie ihre Stärken aus.

Prototypen im Serienwerkstoff

Im Granulatverfahren drucken wir mit demselben Compound, der später im Spritzguss eingesetzt wird – etwa einem PA6-GF30. So testen Sie früh mit dem richtigen Werkstoff. Weil gedruckte Bauteile richtungsabhängige Eigenschaften haben, besprechen wir vorab, wie aussagekräftig der Versuch ist.

Kleinserien ohne Werkzeugkosten

Für Stückzahlen, bei denen sich kein Spritzgusswerkzeug rechnet, fertigen wir direkt aus den 3D-Daten. Eine Änderung am Bauteil bedeutet eine neue Datei – keine Werkzeugänderung.

Ersatzteile auf Abruf

Existiert kein Werkzeug mehr oder stockt die Nachlieferung, fertigen wir das Teil nach – auch als Einzelstück. Fehlen die 3D-Daten, erstellen wir sie per Reverse Engineering aus dem Originalteil.

Formen, die anders kaum gehen

Innenliegende Kanäle, Hinterschnitte oder mehrere Teile in einem: Geometrien, die im Spritzguss oder in der Zerspanung aufwendig wären, entstehen im 3D-Druck in einem Arbeitsgang.

Typische Einsatzfelder

Ein paar Beispiele, wofür sich unsere Werkstoffe eignen – jeweils mit direktem Sprung zu den passenden Kunststoffen in der Materialdatenbank.

Druck und Messung aus einer Hand

Hinter unserer additiven Fertigung steht ein eigenes Messlabor. Auf Wunsch prüfen wir Ihre gedruckten Bauteile, bevor sie das Haus verlassen – von der Einzelmessung mit Prüfprotokoll bis zum Erstmusterprüfbericht.

Form-, Lage-, Oberflächen- und Konturmessungen übernehmen wir auf unserer MarForm MMQ 400 und MarSurf SD 140. So wissen Sie nicht nur, dass Ihr Bauteil gedruckt wurde, sondern auch, wie genau.

Mehr zu unseren Lohnmessungen →

So läuft Ihr Projekt ab

  1. Anfrage: 3D-Daten, Zeichnung oder Originalteil – dazu Stückzahl und Einsatzbedingungen.
  2. Beratung: Wir schlagen Werkstoff und Verfahren vor und sagen offen, was der 3D-Druck für Ihr Bauteil leisten kann.
  3. Angebot: mit Werkstoff, Verfahren und Liefertermin.
  4. Fertigung: Druck, Entfernen der Stützstrukturen und Nachbearbeitung nach Absprache.
  5. Prüfung und Lieferung: auf Wunsch mit Maßprüfung und Prüfprotokoll.

Ehrlich gesagt: Wo 3D-Druck an Grenzen stößt

Große Stückzahlen. Ab einer gewissen Menge ist Spritzguss günstiger. Wo diese Grenze für Ihr Bauteil liegt, besprechen wir gerne.

Richtungsabhängigkeit. Quer zu den Schichten ist ein gedrucktes Bauteil weniger fest. Wir legen die Bauteilorientierung deshalb nach der Belastung fest.

Oberflächen und Passungen. Gedruckte Flächen zeigen die typische Schichtstruktur. Sehr glatte Oberflächen oder enge Passungen erfordern Nacharbeit.

Häufige Fragen zum 3D-Druck

Welche Stückzahlen fertigen Sie?

Vom Einzelteil und Prototyp bis zur Klein- und Serienfertigung. Ab welcher Menge ein anderes Verfahren wirtschaftlicher wird, besprechen wir im Einzelfall.

Sind gedruckte Bauteile so fest wie spritzgegossene?

In der Regel nicht ganz. In Schichtrichtung erreichen sie je nach Werkstoff einen großen Teil der Spritzgusswerte, quer zu den Schichten deutlich weniger. Deshalb richten wir das Bauteil beim Druck so aus, dass die Hauptbelastung in Schichtrichtung wirkt.

Wie genau werden gedruckte Bauteile?

Das hängt von Größe, Geometrie und Werkstoff ab. Wir sagen Ihnen vorab, was realistisch ist, und prüfen kritische Maße auf Wunsch in unserem Messlabor.

Was brauchen Sie für eine Anfrage?

Am besten ein 3D-Modell, dazu Stückzahl, Werkstoffwunsch und die Einsatzbedingungen – etwa Temperatur, Medien oder Belastung. Eine Zeichnung hilft bei Toleranzen. Liegen keine Zeichnungen oder 3D-Daten vor, können wir gerne die Konstruktion für Sie übernehmen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an!

Mein Werkstoff steht nicht in der Datenbank – was nun?

Sprechen Sie uns an. Im Granulatverfahren lassen sich viele Spritzguss-Compounds verarbeiten. Ob Ihr Werkstoff dazugehört, klären wir in einer Materialerprobung.

Interesse an einem Bauteil oder Prototyp?

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.

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